Das Museum

Geschichte

Mit den Wassernutzungsrechten der Mühle "Müedsbach"erstellte Johann Rudolf Guyer 1827 ein Spinnereigebäude mit zwei übereinanderliegenden, oberschlächtigen Wasserrädern. Der Betrieb wurde von den Familien Guyer und Hegner bis 1958 als Spinnerei und bis 1965 als Weberei geführt . 1980 erwarb der Kanton Zürich das Ensemble als ein kulturhistori- sches Denkmal. 1988 wurde die untere Turbinenanlage wieder Instand gestellt und einem interessierten Publikum zugänglich gemacht. Ein Teil des Areals wird von der Stiftung Therapiestation Neuthal zur Drogenrehabilitation genutzt.

Museums-Spinnerei erleben
'Von der Baumwolle bis zum Faden'

Im Hauptgebäude, in welchem der damaligen Textilindustrielle und Eisenbahnpionier Adolf Guyer Zeller (1839-1899) eine Spinnerei betrieb, befindet sich heute die über die Landes-grenze hinaus bekannte Museums-Spinnerei Neuthal.
Die Spinnerei wurde in tausenden von Fronarbeitsstunden aufgebaut. Hier wird seit 1993, an betriebstüchtigen Spinnmaschinen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert, die Garnherstellung vorgeführt. Die Maschinen beeindrucken durch ihre wiedererlangte Funktionstüchtigkeit. Die älteste dieser Maschinen ist über 150 Jahre alt.
Die Besucher erleben Industriekultur aus der Blütezeit der Schweizerischen Textilindustrie.

Die Führungen umfassen folgendes Programm

  • kleine Textilkunde: Faserstoffe und deren Verwendung
  • vom Ballen bis zum Garn:
    Putzerei, Karden, Kämmmaschine, Strecken gebaut 1856,
    Vorspinn-, Ringspinnmaschine sowie
     Wagenspinner (Selfactor) gebaut 1889.
  • Vorführung verschiedener Nachfolgemaschinen für die
    Weiterverarbeitung des Baumwollgarns.
  • Spinnerei Labor, vollständig eingerichtet, für besonders
    interessierte Besucher und Kenner.
  • Kurzfilm über das Spinnen in einer modernen Anlage.